
Jim Salabim
Er ist der neue Star der Zaubershow. Schön und gut. Aber will er gemeinsam mit einer Schlange, zwei Tauben und einer Menge pingpongballquirliger Küken in einem stickigen Hut leben, um ab und zu vom zwielichtigen Zauberer-Vogel daraus hervorgeholt zu werden? Sicher nicht. »Ein Hase braucht Bewegung.« Und deshalb nimmt Jim Salabim Reißaus. Weil er zuvor noch rasch am Zauberstab geknabbert hat, geht es erst mal in ihm und alsbald um ihn herum drunter und drüber.
Kasten Teich inszeniert in den ersten beiden Bänden seiner neuen Kinderbuchreihe zum Vor- und Selberlesen eine abenteuerliche Verfolgungsjagd, die allerhand unvorhersehbare Haken schlägt. Da wird gemogelt und getrickst, verkleidet und verwandelt. Der Text setzt eindeutig auf Komik und treibt viel Schabernack mit Doppeldeutigkeiten von (Sprich-)Wörtern und Redewendungen. Es werden Hühner- und Adleraugen geworfen und es wird ins (Handy-)Netz gegangen. Und das tollpatschige Detektiv-Duo heißt Klamm und Heimlich, zwei Schnüffler mit Rüssel und Pappnase, denen eindeutig der richtige Riecher fehlt. Dazu kommt viel Bildwitz in einer für den Künstler seit Jahren typischen Farbpalette. (Darf man die mittlerweile als »teichesk« benennen?) Auch der Spannungsbogen hält über die bislang zwei temporeichen Geschichten, die auch in der gemeinsamen Umsetzung als Hörbuch im Audio Verlag überzeugen können. Hoffentlich muss Hase Jim noch lange nicht zurück in den Hut.
Klaus Nowak

Karsten Teich: Jim Salabim und der Mogel-Strauß (Band 1) & Jim Salabim und eine Katze namens Hund (Band 2)
Dieser Buchtipp erschien zuerst in "1001 Buch"

