Alle weg

In dem gereimten Pappbilderbuch „Alle weg“ betrachtet man auf bunten Doppelseiten, plakativ im Comicstil gezeichnet, quirlige Kinder beim Versteckspiel im Freien. Zählt man auf der ersten Seite noch 10 Kinder, reduzieren sie sich auf den folgenden Seiten um je ein Kind pro Doppelseite: „Zehn wilde Kinder spielen gern Versteck. Kai hält sich die Augen zu, die anderen laufen weg.“ Das Buch folgt somit dem klassischen Abzählreim und lädt junge Lesende dazu ein, mitzusprechen und mitzufiebern: Wenn sich Lou hinter dem Stein versteckt, während der Rest der Bande Barfuß im Bach herumspringt. Oder acht wilde Kinder zu den Ziegen laufen, während Thea voller Freude im Heuhaufen verschwindet. Am Ende bleibt nur noch Kai über. Doch allein wird er natürlich nicht zurückgelassen. Jetzt ist das Gedächtnis des Lesepublikums gefragt. Wer weiß noch, welches Kind sich wo versteckt hat? Auf der letzten Doppelseite zeigt sich das gleiche Hintergrundsujet wie am Buchanfang, doch statt 10 Kinder ist nur noch eines zu sehen, neu hinzugekommen ist dafür Opa Heinz und sind 9 Klappen, die es zu öffnen gilt, um die restlichen Kinder wieder zum Vorschein zu bringen. Mona vor den Busch oder Lotti aus dem Blumenbeet. Ein interaktives Buch, das Freude macht, zum Spiel im Freien und mit Freund:innen einlädt und die Zahlen von eins bis zehn näher bringt.

Juliane Zach

Yvonne Hergane & Christiane Pieper (Ill.): Alle weg

Yvonne Hergane & Christiane Pieper (Ill.): Alle weg

Wuppertal: Peter Hammer 2025, 26 S., € 14,40, ab 3 Jahren

Dieser Buchtipp erschien zuerst in "1001 Buch"