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Lektorix | Archiv

   
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Ali Benjamin: Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
Aus dem Englischen von Petra Koob-Pawis und Violeta Topalova. München: Hanser 2018

Als die zwölfjährige Ich-Erzählerin Su vom Tod ihrer besten Freundin Franny erfährt, hört sie auf zu sprechen. Zieht sich von allen und fast allem zurück. Und ist ganz allein mit ihren Erinnerungen, die mittels eingeschobener Rückblenden erzählt werden: Zu den vielen schönen Momenten einer gemeinsamen Kindheit kommen aber unversehens auch weniger schöne. Denn im Laufe der sechsten Klasse hatte sich etwas verändert zwischen den Mädchen.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Antje Damm: Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur
Frankfurt/M.: Moritz 2018

Natur – was ist das? Und in welchem Verhältnis steht der Mensch zu ihr? Was macht sie mit ihm, was hat er von ihr, was macht er aus ihr? Es sind diese große Fragen, die Antje Damms „Nachdenken über die Natur“ die Richtung vorgeben. Wer sich allerdings ein klassisch angelegtes Sachbuch zum Thema Natur und Mensch erwartet, wie man das aus verdienten Reihen wie „Wieso? Weshalb Warum?“ oder „Was ist was?“ kennt, liegt falsch.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Edward van de Vendel & Marije Tolman: Bis dann ... und träum was Schönes
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Wien: Frankfurt/M.: Sauerländer 2018

Die Farben verblassen, es wird langsam dunkel, nur noch das Licht des Mondes scheint durchs Fenster. Schatten tanzen durch das Zimmer. Die Stimmen von nebenan verschmelzen zu einem homogenen Ton, irgendwann ist nur noch der eigene Atem zu hören. Der weiche Stoff schmiegt sich wohlig an den Körper, der sacht vom Schlaf umhüllt wird. Und dann … Träume stehen im Zentrum des neuen Bilderbuches von Edward van de Vendel.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Isol: Das Kleine
Aus dem Spanischen von Karl Rühmann. Wien: Jungbrunnen 2018

Es geschieht jederzeit und überall. Es ist das Alltäglichste und das Außergewöhnlichste zugleich: Ein Kind kommt zur Welt. Und die, die schon da sind, bestaunen es, als wäre es geradewegs vom Himmel gefallen. Irgendwie ist es das ja auch. Zumindest fühlt es sich für die Beteiligten genau so an. Im neuen Bilderbuch der argentinischen Künstlerin Isol sind jedenfalls Mama und Papa rechtzeitig zur Stelle, um das Kleine aufzufangen – „Nicht fallen lassen!“, „Ich hab’s, ich hab’s!“ – und ihm ersten Halt zu geben, während das größere Geschwister ...     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Anaïs Vaugelade: Ich bau mir einen großen Bruder
Frankfurt/M.: Moritz 2017

Der Mensch kommt an seinem Körper nicht vorbei. Mögen sich auch Ursachen und Intensität der Auseinandersetzung im Lauf eines Lebens ändern – und etwa in den transitorischen Lebensphasen deutlich höher sein –, die Verbundenheit lässt sich nicht lösen. Kein Wunder also, dass es auf dem Buchmarkt Körperbücher für alle Altersgruppen und Lebenssituationen gibt. Im Segment für die jüngeren LeserInnen hat nun die französische Bilderbuchkünstlerin Anaïs Vaugelade nicht nur in Bezug auf das Format einen Maßstab gesetzt.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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William Grill: Die Wölfe von Currumpaw
Zürich: NordSüd 2017

Der Wolf wurde bereits ab dem 15. Jahrhundert als Bedrohung gesehen und systematisch verfolgt, im 19. Jahrhundert waren Wölfe in nahezu allen Regionen ihres Verbreitungsgebietes stark dezimiert, in manchen vollständig ausgerottet. Heute sind die Langzeitschäden des massenhaften Artensterbens für unser Ökosystem zwar bekannt, das Bewusstsein dafür fehlt aber größtenteils nach wie vor.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Helga Bansch & Heinz Janisch: Wir sind alle nett – von A bis Z
Wien: Jungbrunnen 2017

Die ersten Bücher, die Kindern früher in die Hand gedrückt wurden, um in die Welt der Buchstaben einzutreten, waren ABC-Bücher. Um den schwierigen Erwerb der Lese- und Schreibkompetenz zu erleichtern und die abstrakten Zeichen anschaulicher zu machen, waren sie mit Bildern ausgestattet. Die lange Tradition dieser Bücher, die auf Abecedarien zurückgeht und auch zu den Fibeln führte, ist bis zur heute nicht abgerissen.     >>> Mehr lesen

 
    


 

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Øyvind Torseter: Der siebente Bruder oder Das Herz im Marmeladenglas
Aus dem Norwegischen von Maike Dörries. Hildesheim: Gerstenberg 2017

In Märchen geschehen die wunderlichsten Dinge. Und wer darin zu einer Reise aufbricht, um sich heldenhaft dem Bösen entgegenzustellen, der sollte gerüstet sein. Das weiß auch Hans, jüngster Königssohn von sieben, dem wir auf der Titelseite der fulminanten Bilderzählung des Norwegers Øyvind Torseter zusehen dürfen, wie er seine Sachen packt. Eine kleine Comicfigur ...    >>> Mehr lesen

 
    


 

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Megumi Iwasa & Jörg Mühle: Viele Grüße, Deine Giraffe
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. Frankfurt/M.: Moritz 2017

Wann hat man zuletzt einen Brief bekommen? Keine Rechnung, keine Werbung, sondern ein handschriftliches Schreiben, wo oben „Mein lieber ...“ und unten „Viele Grüße, deine …“ geschrieben stand? Man sollte Kindern, die gerade lesen und schreiben lernen, von dieser fast verschwundenen Form der Kommunikation erzählen. Die können sich das wahrscheinlich noch gut vorstellen. Dass zum Beispiel eine Giraffe ...    >>> Mehr lesen

 
    


 

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Kate DiCamillo: Little Miss Florida
Aus dem Englischen von Sabine Ludwig. München: dtv junior 2016

„Land ist keine Selbstverständlichkeit“. Dieser Satz, den Mr. Straphopoulos seinen SchülerInnen zu predigen pflegte, wird in seiner Tragweite erst klar, wenn man weiß, dass er kleine RettungsschwimmerInnen wie die zehnjährige Raymie ausgebildet hat, bevor er weggezogen ist. Dass vieles andere ebenfalls nicht selbstverständlich ist, etwa die Abwesenheit von Angst oder die Anwesenheit von Vätern, hat Raymie gerade  erst erfahren, Louisiana und Beverly wissen das schon länger.    >>> Mehr lesen

 
    


 

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Bibi Dumon Tak & Fleur van der Weel: Mücke, Maus und Maulwurf
München: Hanser 2016

Was macht die Kohlmeise zum Weichei und gibt es über den Spatzen nicht doch irgendetwas Interessantes zu erzählen? Warum finden die meisten Menschen Igel trotz der Stacheln süß? Kann man aus einem Regenwurm tatsächlich zwei machen, indem man ihn in der Mitte durchschneidet? Wer an Antworten auf derartige Fragen haben will, sollte das neue Buch der Niederländerin mit dem großen Interesse für Tiere lesen, die in den üblichen Sachbuchreihen für Kinder eher nicht vorkommen.    >>> Mehr lesen

 
    


 

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Anne-Margot Ramstein & Matthias Aregui: Vorher Nachher
Berlin: Jacoby & Stuart 2016

Wann ist man sicher, dass nach dem Freitag immer der Samstag kommt, dass auf einen kalten Winter jedes Jahr wieder ein Sommer folgt? Wann vertraut man darauf, dass die Vögel im Frühjahr wieder zurückkommen? Zeitliche und kausale Zusammenhänge zu durchschauen, in ihrer Logik und Gesetzmäßigkeit zu verstehen, ist eine der bedeutenden Aufgaben der Kindheit. Manche Bücher können dabei helfen. „Vorher Nachher“ von Anne-Margot Ramstein und Matthias Aregui ist so eines.   >>> Mehr lesen

 
    


 

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Jutta Treiber & Nanna Prieler (Ill.): Die Wörter fliegen
St. Pölten: Nilpferd in Residenz (jetzt Wien: G & G) 2015

Wir betreten den Bilderbuchraum von Pia und ihrer Oma über das Vorsatzblatt, ausgemalt in porösen Bahnen in Rot, leer bis auf einen gezeichneten Vogelkäfig samt singendem Vogel. Links führt eine Tür hinaus – ins Nichts, das leuchtend weiß ist. Wie aus diesem Nichts gekommen schweben sechs Buchstaben auf der ersten Doppelseite, groß und weiß segeln sie über das Blatt.  >>> Mehr lesen

 
    


 

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Adrienne Barman: Walross, Spatz und Beutelteufel
Aus dem Französischen von Susanne Schmidt-Wussow. Hamburg: Aladin 2015

Der Mensch liebt Ordnung. Auch wenn manche Küchen und Kinderzimmer das nicht bestätigen, ist ein menschlicher Drang, zu organisieren, kategorisieren, klassifizieren und damit auch zu hierarchisieren nicht zu leugnen. Jedes Tier braucht einen Stamm, eine Klasse, eine Gattung, eine Familie, eine Art – oder wie war die Reihenfolge? –, das müssen schon Kinder lernen. >>> Mehr lesen

 
    


 

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Michael Morpurgo: Nur Himmel und Meer
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Frankfurt: Fischer 2015

Nur selten kommt der wortkarge, ernste Großvater von den Scilly-Inseln zu Besuch nach London. Und wenn er dann mal da ist und neben Vater und Mutter mit am Tisch sitzt, muss Michael einfach hinschauen, er kann nicht anders, auch wenn es die Mutter verboten hat. Hinschauen auf die verbotenen Hände, auf das verbotene Gesicht.    >>> Mehr lesen

 
    


 

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Maurizio Quarello & Davide Cali: Mein Vater, der Pirat
Aus dem Italienischen von Edmund Jacoby. Berlin: Jacoby und Stuart 2014

Piraten im Kinderzimmer sind im Unterschied zu denen auf See immer die Guten: abenteuerlustig, waghalsig, ein bisschen geheimnisvoll und ein bisschen dreckig, jedenfalls Helden. Wenn ein Junge also sagen kann: „Er roch nach Meer, mein Vater. Denn er war Pirat.“, ist er zu Recht stolz, auch wenn der Piratenvater nur zwei Wochen im Jahr zuhause ist.   >>> Mehr lesen

 
    


 

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Kathi Appelt: Lang lebe der Zuckerkönig!
Aus dem Englischen von Birgit Salzmann. Bamberg: Magellan 2014

„Noch ist es still im Bayou Tourterelle und noch schläft er, der Zuckerkönig. Er ist der Herrscher über den Sumpf im Süden der USA und ein mythisches Wesen, größer als sein Cousin Bigfoot, viel größer als der Yeti. Mit Händen breit wie Palmwedel, die einen Alligator meilenweit durch die Luft schleudern können. Und sein Zorn ist legendär. Gut also, dass er schläft ...   >>> Mehr lesen

 
    


 

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Oren Lavie: Der Bär, der nicht da war
Illustriert von Wolf Erlbruch. Deutsch von Harry Rowohlt. München: Kunstmann 2014

„Es war einmal ein Juckreiz. […] Etwas später, etwa Viertel nach Es war einmal, sah der Juckreiz einen Baum und begann sich daran zu kratzen.“ Und gleich darauf steht da, wo vor dem Juckreiz nichts war, ein Bär mit viel Wald drumherum und einer Notiz in der Tasche, die ihm lapidar aber doch hinreichend Hinweise auf seine Existenz gibt ...   >>> Mehr lesen

 
    


 

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Marjolijn Hof: Mein Opa und ich und ein Schwein namens Oma
Hamburg: Aladin 2014

Irgendwo im Nirgendwo steht, umgeben von nichts als Gras und kleinen Wassergräben, ein idyllisches Häuschen. Dort besucht die namenlose Ich-Erzählerin ihren Opa: „Mein Opa und ich machten alles zusammen. Wir liefen zusammen durchs Gras, sprangen ab und zu über einen Graben und abends spielten wir das Gänsespiel ...   >>> Mehr lesen

 
    


 

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Ian Falconer: Olivia ist doch keine Prinzessin!
Deutsch von Monika Osberghaus. Hamburg: Oetinger 2014

„Was willst du denn einmal werden?“ Mit dieser mäßig phantasievollen Frage müssen sich junge Menschen oft bis zur Matura herumschlagen – ohne eine Antwort darauf zu haben. So wie Olivia, auch wenn sie kein Mädchen, sondern ein kleines Schwein ist. Und gleich auf der ersten Seite lang ausgestreckt am Rücken liegt ...  >>> Mehr lesen

 
    


 

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Lizzy Hollatko: Der Sandengel
Wien: Jungbrunnen 2014

Die Welt in Südafrika Anfang der 80er-Jahre ist buchstäblich in Schwarz und Weiß aufgeteilt. Rut kennt es nicht anders, sie ist dort aufgewachsen. Und doch beginnt sie langsam zu hinterfragen, warum ein Strand oder eine Parkbank nur von Weißen benützt werden darf und Schwarze das Haus von Weißen nie betreten  – es sei denn, sie arbeiten dort.  >>> Mehr lesen

 
    


 

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Komako Sakai: Hannas Nacht
Frankfurt/M.: Moritz 2013

Wenn Kinder mitten in der Nacht aufwachen, finden sie sich meist rasch im Bett der Eltern wieder. Zu groß die Angst vor der Dunkelheit, den Schatten an der Wand und den Monstern unterm Bett. In vielen Bilderbüchern wird dieser Angst begegnet, werden Kämpfe ausgefochten mit finsteren Bedrohungen, werden Schleier gelüftet und vom Schreckgespenst bleibt nicht mehr als ein Schatten an der Wand.  >>> Mehr lesen

 
    


 

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Peter Turrini & Gerhard Haderer: Manchmal ist ein Fasan eine Ente
Wien: Jungbrunnen 2013

Theresa ist vier Jahre alt und Peter Turrini alias Peter-Ini ist 67 - und das ist sehr viel. Denn, so Theresa, wenn man kein Baby mehr ist, dann geht das ganz schnell und man ist ganz viel.
Doch der Altersunterschied ist kein Hindernis für die beiden, gerne Zeit miteinander zu verbringen und gemeinsam zu philosophieren. Im Bilderbuch "Manchmal ist ein Fasan eine Ente" erleben wir den Dramatiker Peter Turrini im Gespräch mit seiner kleinen Nachbarstocher... >>> Mehr lesen

 
    


 

  Jugendbuch des Monats

Dave Shelton: Bär im Boot
Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Hamburg: Carlsen 2013

Das Meer ist seit jeher ein bewährter Schauplatz für rasante Abenteuergeschichten oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche.
Ganz reduziert geht die Sache Dave Shelton mit Der Bär im Boot an: Ein Boot, ein Bär, ein Junge und das weite Meer – dieses schmale Setting reicht als Konstellation für einen außergewöhnlichen und klugen Kinderroman und trägt die Geschichte über ganze 300 Seiten. >>> Mehr lesen

 
    


 

 
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