Institut für Jugendliteratur    
       
 
 
Buch des Monats September 2017

Ronja Räubertochter der Meere

Plötzlich ist sie weg. Nur für einen kurzen Moment hat Siri ihre kleine Schwester Miki beim Beerensammeln auf der Insel aus den Augen gelassen, doch sofort sind Weißhaupts Piraten zur Stelle. Seit Jahr und Tag rauben sie im Eismeer nicht nur Getreide und Fisch, sondern auch Kinder, um sie im Bergwerk auszu beuten: Besessen davon, den schönsten Diamanten der Welt zu besitzen, lässt Weißhaupt die Kinder unter Tage schuften, die meisten sterben dort. Doch niemand im Eismeer wagt es, sich gegen Weißhaupt und seine Männer aufzulehnen. Siri aber, getrieben von Wut und Schuldgefühlen, macht sich auf, Miki zu retten. Auf ihrer langen Suche erträgt Siri Einsamkeit, Kälte, Hunger und Durst – und steht Weißhaupt am Ende tatsächlich gegenüber.

Frida Nilsson verwebt in »Siri und die Eismeerpiraten« Kunst-, Volks- und Abenteuerromanfäden zu einer vielschichtigen und spannenden Erzählung, die so zeitlos wie aktuell ist: Weißhaupt ist kaltherzig und gierig, die Piraten sind dumm, brutal und korrupt, die Eismeerbewohner eingeschüchtert und feige. Siri jedoch, eine Ronja Räubertochter der Meere, stellt sich emphatisch, stark und unerschrocken gegen Ungerechtigkeit, Willkür und Ausbeutung und zeigt, was möglich ist, wenn man bereit ist, dafür zu kämpfen: Eine tolle Heldin!           
          
Ines Galling für 1001 Buch 3/17

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    Siri und die Eismeerpiraten