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Heinz Janisch
Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxophon


Illustriert von Linda Wolfsgruber

erstmals erschienen:
Wien: Jungbrunnen 1999

derzeit lieferbar:
Wien: Jungbrunnen | 96 S.
ISBN 978-3-7026-5709-3

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65 Jahre Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien

Preisgekrönt 1999: Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxofon

„Ich bin ein kleines Tier / leicht wie Papier / Aber in meiner Hand / schläft ein Elefant“ Ebenso leicht und schwerelos wie der schlafende Elefant kommen die phantasievollen und skurrilen Geschichten, Gedichte und Aphorismen von Heinz Janisch daher, begleitet von den poetischen Federzeichnungen in Schwarz-Weiß von Linda Wolfsgruber.

Rezension aus dem Jahr 1999
Alle Möglichkeiten, die eine weltverliebte Phantasie der Wirklichkeit verleiht, sind in den Gedichten und Aphorismen des Heinz Janisch eingefangen - und im spielerischen Umgang der Illustratorin mit ihrem Material und ihren Techniken lustvoll durchgemischt.
"Ich bin ein kleines Tier / leicht wie Papier." Einen Kinderlyriker erkennt man daran, dass er, indem er schreibt, stets verkündet, wie einfach und leicht das ist, was er tut. Und dass nichts leichter sei für sein Publikum als ihn nachzuahmen und genau wie er zu reimen, zu dichten, sprachzuspielen. Einen "großen" Kinderlyriker erkennt man daran, dass er in diesem Tun letztlich unnachahmlich ist: In seiner Färbung der Sprache, in den überraschenden Wendungen genauso wie in der Wiederkehr bestimmter Bilder, von denen er nicht genug kriegen kann: Heinz Janisch und das Burgenland, die Apfelbäume und seine Großeltern. In der Fähigkeit, dem Alltag mit seinen Figuren und Gegenständen Poesie als Folie zu hinterlegen, Romantisches zu sagen und seine Vorliebe für das Romantische auch wieder zu ironisieren. In der Parallaxe seines Blickes auf die Welt und ihre Wunder. Darin ist Heinz Janisch unnachahmlich, unverkennbar. Und es ist höchst an der Zeit, dass eine Anthologie mit (nur) seinen Gedichten und Aphorismen vorliegt.
Aber weit mehr als "nur" seine Gedichte bietet das Buch: Linda Wolfsgruber hat eine spitze Feder zur Hand genommen, schwarz auf weiß gezeichnet und gekratzt, ab und zu ausgemalt mit einem Zwischenton. Wie Heinz Janisch hat sie in ihrem Metier ebenfalls Dinge des Alltags aus vertrauten Zusammenhängen in veränderte Perspektiven gestellt, hat Knöpfe, Haftln und Druckerln mitsamt dem Fingerhut aus der banalen Umgebung ihrer Nählade genommen und zur Untermalung von Liebesglück und Liebesleid eingesetzt. Die große Arrangeurin leuchtender Farben hat die Reduktion auf die "falsche Zweifärbigkeit" der Duplextechnik mit einem erstaunlichen Reichtum in der Aussagekraft beantwortet. Routiniert folgt sie den phantastischen Fährten und idyllischen Spuren und verteilt ihre Gewichte in den Seiten so, dass eine vorzügliche Balance zum genießerischen Schweben in den traumgewissen Sphären des Heinz Janisch einlädt: "Aber in meiner Hand / schläft ein Elefant."
Inge Cevela
In: >>> "1001 Buch" | 1999 / Heft 2, S. 65


Weiterführende Informationen:
>>> zur Verlagsseite
>>> Website des Autors Heinz Janisch
>>> Website der Illustratorin Linda Wolfsgruber

 
    65 Jahre Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien

        

   
 
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